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Dear readers, in this blog I’d like to introduce you to a style of writing that combines two languages – in this case English and German. The stories are in chronological order and start in Oktober 2011. - - - - - - Liebe Leser, in diesem Blog möchte ich euch einen Schreibstil vorstellen, der zwei Sprachen miteinander verbindet – diesem Fall Englisch und Deutsch. Die Geschichten sind chronologisch angeordnet und beginnen im Oktober 2011. - - - - - Frauke R. Stin / Lehrerin & Lektorin für Englisch und Deutsch

Donnerstag, 31. Mai 2012

11) Extra ticket


Das Telefon klingelt und Sonja verdreht die Augen. Sie ist allein zuhause und fühlt sich schon fast wie im Call-Center. Ständig ruft jemand an. Sie geht zum Telefon und nimmt den Hörer ab. “Hello?”
“Hello. Is this Sonja speaking?
“Yes it is, who’s there?”
“Hi, Sonja this is Courtney.”
Sonja überlegt. Courtney. Sie kennt den Namen und die Stimme kommt ihr auch bekannt vor.
“James‘ mother, remember? We were over for dinner at your place the other day.”
Jetzt fällt es Sonja wieder ein. “Oh yeah, sure. I’m sorry, for a short moment, I couldn’t remember who you were.”
“Oh, that’s no problem,” Courtney says. “That’s happened to me before, too.”
Sonja ist es aber doch unangenehm. Sie hat den ganzen Abend neben Courtney gesessen und viel mit ihr geredet. “How are you?”, fragt sie schnell.
“I’m good, thanks,“ Courtney replies. “And you?”
“I’m alright”, antwortet Sonja. “Nothing special.”
“Yeah, same here,” Courtney agrees. “By the way, thanks again for the invite the other day. We really enjoyed the evening with you.”
“Oh, no problem”, antwortet Sonja. Dann fällt ihr ein, dass sie mit Courtney auch auf deutsch sprechen kann. „Wir fanden den Abend auch alle sehr schön. Das sollten wir bald mal wieder machen.“
“Yes, definitely,” Courtney agrees. “How’s the job search going?”
„Geht so. Ich arbeite daran“, antwortet sie, doch dann fällt ihr der Artikel wieder ein. „Weißt du was? Die Zeitung wird meinen Artikel abdrucken.“
“Really? That’s nice. Do you mean the German newspaper that Jens was talking about?”
„ Ja, genau. Die deutsche Zeitung hier in Toronto.“
“That’s great news, Sonja. Congratulations.
„Danke. Leider gibt es nicht viel Geld dafür. Aber es ist ein Anfang.“
“Definitely. It’s a chance you have to take – and you never know what might come out of it.”
„Stimmt.” Sonja nickt, auch wenn Courtney sie nicht sehen kann. „Aber deshalb hast du nicht angerufen, oder?“
“True,” Courtney agrees. “I’m actually calling to tell you that Tommy won’t be able to make it to the soccer game.”
„Tommy kann nicht mitkommen? Zu dem Fußballspiel?“, fragt Sonja überrascht. „Aber warum? Und warum sagt er mir das nicht selbst? Ich war doch gestern noch im Café und wir haben über das Spiel gesprochen.“
“Yeah, I know. He told me that,” Courtney says. “And he feels really bad about it, too. That’s why he asked me to call you because he just didn’t know how to tell you.“
„Na“, erwidert Sonja spöttisch. “Das klingt ja fast so, als ob ich ein Monster wäre.”
Courtney laughs. “Maybe you are?”
„WAS?“
“Sorry, just joking.”
„Hmpf.“
“He just felt bad, because he can’t come for a stupid reason.”
„Ach, hat er vielleicht den Geburtstag von seiner Mutter vergessen?“
Courtney laughs again. „No, it’s not that bad. He just has to work on that day.“
„Er muss arbeiten?” Sonja kann es nicht glauben. „Ich dachte, er wollte sich frei nehmen.“
“Hm. He forgot.
„Vergessen? Aber er weiß doch seit einem Monat, dass wir zum Spiel gehen wollen.“
“Yeah, I know.
„Ach“, schnaubt Sonja. „MÄNNER!“
Courtney grins, even though Sonja can’t see her. No wonder Tommy didn’t want to make the call himself, she thinks.
„Und was machen wir nun mit der Karte?“
“What about your boyfriend,” Courtney suggest. “Would he be interested in coming?“
Sonja überlegt. „Stephen, hm. Ich könnte ihn fragen. Er ist allerdings kein großer Fußballfan.“
Yeah, do that. I think James would like that, too. He’s still talking about how Stephen let him play the drums.”
„Ok, ich frage ihn. Fragen kostet ja nichts.“
“True,” Courtney replies. The two women continue speaking for a while, talking about different things – ‘Girl-Talk’ as men would say.
Am Ende des Gesprächs fühlt Sonja sich gut. Courtney ist nett und es macht Spaß, mit ihr zu reden. Und … langsam bekommt Sonja das Gefühl, dass sie sich in Kanada vielleicht doch bald wohl fühlen könnte.“

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